Liebe Frieden Glück

16 Feb

Liebe Frau Peisl,

wir finden nicht nur den Namen Ihres Design-Labels großartig, sondern bewundern Ihr soziales Engagement. Und freuen uns darüber, dass sie uns im Interview erklären, warum der Name bei Ihnen Programm ist.

Herzlichst,

Project Bamarang

PS: Einige der Produkte gibt’s ab heute im Designer-Sale auf http://www.bamarang.de

Schon bei Ihrer illustrierten Homepage fällt auf: Sie scheinen ein Faible für liebevoll Gestaltetes zu haben. Woher kommt das?

Ich bin hauptberuflich Fotografin, da sind mir natürlich ästhetische und schön gestaltete Dinge sehr wichtig.

Fotografin und Designerin Anna Peisl

Fotografin und Designerin Anna Peisl

Sind alle Produkte Unikate?

Teilweise. Produkte wie unseren manuellen Milchschäumer und unsere Tapes lassen wir in Serie fertigen. Die aus Stoff sind jedoch fast immer Unikate. Das kommt auch daher, dass wir die Stoffe in relativ kleinen Mengen kaufen – oft auch von sozialen Einrichtungen.

Woher kam die Idee, Produkte ausschließlich in sozialen Einrichtungen fertigen zu lassen?

„Liebe Frieden Glück“ ist nicht nur der Name unseres Labels, sondern Programm. Daher war es uns immer ein Anliegen, unsere Produkte  fair und so sozial wie möglich herstellen zu lassen.

Welche sozialen Einrichtungen sind das?

Das sind Einrichtungen in und um München. In diesen Werkstätten arbeiten Menschen mit psychischen, körperlichen, aber auch sozialen Problemen und Einschränkungen.

Welche Bedeutung hat die Fertigung für die Menschen dort?

Oft landen in sozialen Einrichtungen sehr stupide und monotone Aufträge aus der freien Wirtschaft (beispielsweise Post frankieren, Einpackarbeiten oder Kopiergroßaufträge). Wir freuen uns immer wieder über den Stolz und die Motivation der Menschen, wenn sie mit schönen Materialien Sinnvolles herstellen können.

Das Atelier von Anna Peisl

Das Atelier von Anna Peisl

Wie kommen Designprodukte mit einem sozialen Hintergrund bei den Kunden an?

Sehr gut, weil Sie neben dem Erwerb eines schönen und funktionellen Artikels auch das Gefühl haben, einen sozialen Beitrag geleistet zu haben. Trotzdem müssen Kunden bei uns keinen Abstrich in Qualität, Design und Funktionalität fürchten.

Sie schreiben: „Die Sortimentsauswahl richtet sich nach dem Können und den Fähigkeiten der körperlich Behinderten und psychisch Kranken.“ Steht der soziale Aspekt also immer an erster Stelle?

Absolut. Bedingung ist immer, dass sich unsere Produkte in sozialen Werkstätten herstellen lassen. Da mir aber gutes Design auch sehr wichtig ist, haben wir nur eine kleine, feine Produktpalette, die beide Aspekte vereinbart. Es passiert also immer wieder, dass wir Ideen verwerfen, weil sie sich nicht in sozialen Werkstätten verwirklichen lassen.


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